Schon wieder: Stilfragen

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Die Wahl schmerzt die Freunde der alten Regierung. Aber müssen sie gleich die Moralkeule auspacken?

Jetzt liegt das endgültige Wahlergebnis vor. Jetzt können die Grünen noch einmal jubeln. Sage keiner, die jubelten so befreit, weil es ein Sieg ist und sich trotzdem keine Regierungsbeteiligung ausgeht. Die Grünen fangen mit dem Staatstragen ganz, ganz sanft an. Atlantinnen und Karyatidinnen auf Raten sozusagen. Ein wohlgeöltes, zeitlupenartiges Hineingleiten in die Staatsverantwortung ist das. Eine Volksanwältin und eine Dritte Nationalratspräsidentin (Buben kommen selbstverständlich nicht mehr infrage) waren drin. Diesmal war es noch A-knapp, aber beim nächsten Mal kommt dann das ganz, ganz große Ja zu A.

Wolfgang Schüssel hat nun jene Gewissheit, auf die er seit acht Tagen wartet. Die Koalitionsverhandlungen können also beginnen. Die SPÖ hat kein Mandat verloren. Das Wahlergebnis lässt an Undeutlichkeiten insgesamt nichts zu wünschen übrig. Bis auf


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