Paaranoia

Politik | Gerald John Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

KOALITION Verdammt zum Regieren: Nach dem endgültigen Aus für Rot-Grün müssen SPÖ und ÖVP über eine große Koalition verhandeln. Im Weg stehen nicht nur einige Wahlversprechen, sondern auch viele unaufgearbeitete Traumata.

Seit dem schwarzen Wahlsonntag steht das Weltbild von so manchem Bürgerlichen kopf. Bernhard Görg etwa würde plötzlich viel dafür geben, dass sich Rot-Grün doch ausgeht. "Aus Dankbarkeit hätte ich sogar eine Messe lesen lassen", gesteht der ehemalige ÖVP-Vizebürgermeister von Wien. Was bis zum 1. Oktober das Horrorszenario jedes gestandenen Schwarzen war, hielte nun zumindest Görg für die perfekte Ausflucht aus der großen Koalition. Denn Sozialdemokraten und Ökos, so glaubt er, wären beim gemeinsamen Regieren ohnedies nach "drei, vier Jahren" im Chaos versunken. "Und damit hätten wir das Ganze ein für allemal weggehabt."

Seit Montag, 22 Uhr, hilft nicht einmal mehr Beten. Auch nach Auszählung sämtlicher Wahlkarten schaffen Rot und Grün keine Mehrheit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige