Die Präsidentinnen

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

PARLAMENT Nicht nur Barbara Prammer hat gute Chancen auf den Ersten Nationalratspräsidenten. Diesmal könnten alle drei Präsidenten weiblich sein.

Noch sieht sie nicht wie eine Siegerin aus. "Erste Parlamentspräsidentin bin ich erst, wenn die Mehrheit der Abgeordneten am 30. Oktober meinen Namen auf ihren Wahlzettel geschrieben hat", sagt die Sozialdemokratin. Die Chancen dafür sind aber äußerst gut: Die SPÖ ist Wahlsieger, und die frühere Frauenministerin, die seit 2002 Zweite Nationalratspräsidentin ist, wurde vom SPÖ-Parteivorstand bereits als neue Parlamentspräsidentin nominiert.

Aber auch die beiden Sitze hinter Prammer könnten bald in weiblicher Hand sein: Für die ÖVP ist die Wahl der Zweiten Präsidentin, die traditionell der Partei mit dem zweitbesten Wahlergebnis zusteht, zwar "zurzeit keine vorrangige Sache", wie ÖVP-Generalsekretär Reinhard Lopatka erklärt, kolportiert wird aber, dass Justizsprecherin Maria Fekter und Exgesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat


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