Palais der Geschichten

Politik | Matthias Dusini | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

EPSTEIN Das Palais wurde zum Bürogebäude des Parlaments renoviert. Nun wird in Vorträgen und einer Ausstellung an seine Geschichte erinnert.

Für Leon Zelman ging ein Traum in Erfüllung. Zehn Jahre lang kämpfte der heute 78-jährige Auschwitz-Überlebende darum, dass das geschichtsträchtige Palais Epstein nicht zu einem Bürotrakt des Parlaments verkommt. Am vergangenen Dienstag eröffnete der Direktor des Jewish Welcome Service, der es Tausenden NS-Vertriebenen ermöglichte, noch einmal ihre Heimatstadt zu besuchen, die Veranstaltungsreihe "Epstein-Vorlesungen". In seiner Rede betonte er die Bedeutung des Hauses für die Geschichte der Juden in Wien und dass mit seiner öffentlichen Nutzung jene Menschen vor dem Vergessen bewahrt werden, die diese Stadt zur Weltstadt gemacht haben. "Mauthausen steht für Mord, dieses Haus aber für die planmäßige Auslöschung der Kultur", so Zelman. Der Präsident des Nationalrats, Andreas Khol (ÖVP), hatte sich für Zelmans Ideen eingesetzt, winkte


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