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Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

LITERATUR Katharina Hacker hat für ihren Roman "Die Habenichtse" soeben den Deutschen Buchpreis erhalten. Geht in Ordnung.

Wer gewinnt den Deutschen Buchpreis? Nach zweimaliger Vergabe (durch die jedes Jahr neu besetzte, siebenköpfige Jury) könnte man darauf die saloppe Antwort geben: Thirtysomethings, deren literarischer Blick über den eigenen Tellerrand reicht. Nachdem im Vorjahr der Österreicher Arno Geiger (Jahrgang 1968) für sein Familienepos "Es geht uns gut" ausgezeichnet wurde, fiel die Wahl für den besten deutschsprachigen Roman dieses Jahr auf "Die Habenichtse" von der aus Frankfurt am Main stammenden Katharina Hacker (Jahrgang 1967).

Wo Geiger sich durch die österreichische Geschichte wühlte, da tut sich Hacker in der unmittelbaren Gegenwart um - ohne sich mit Selbstbefindlichkeitsauskünften einer Generation oder Szenephänomenologie zu begnügen, obgleich das Berlin-Mitte-Milieu mit Grafikdesign-Agentur, Rechtsanwaltskanzlei, Verkupplungspartys und Heiratswünschen dafür


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