AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Martin Lhotzky | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

Erst im Jahr 1968 wurde in Österreich die Todesstrafe - hoffentlich endgültig - auch im Standrechtsverfahren abgeschafft. Obwohl das etwas verquaste Vorwort der noch amtierenden Justizministerin die Abscheu vor dieser Form des legalen Tötens hervorhebt, lugt in "Hexen - Mörder - Henker" die Faszination an besonders grausamen Verbrechen und Bestrafungen überall hervor. Die Autorin Anna Ehrlich spannt in ihrem Buch den Bogen von der mittelalterlichen Hexenverfolgung bis zu den Vorgängen im Pflegeheim Lainz, nicht immer streng chronologisch und immer wieder unterbrochen durch Exkurse etwa über die Entwicklung im Strafrecht oder die Lebensumstände von Henkern. Ob penibel recherchiert wurde, lässt sich kaum nachvollziehen, denn die Dokumentation erfolgt erstaunlich schleißig. Viel mehr als Gruselgeschichten hat der Amaltheaverlag damit nicht zu bieten.

Sehr viel akribischer gehen es hingegen der deutsche Historiker Hendrik Püstow und der Ripperologe Thomas Schachner an, die mit "Jack


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