"Töten für Sneakers"

Steiermark Politik | Herwig G. Höller | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

GESELLSCHAFTSKRITIK Zygmunt Bauman, einer der wichtigsten Soziologen unserer Zeit, über Polizeimaßnahmen gegen die "Unterklasse", die Illusion der Sicherheit und banale Ressourcen.

Der aus Polen stammende und in England lehrende Zygmunt Bauman zählt zu den international wichtigsten Vertretern einer kritischen Soziologie. Nach Standardwerken zu Moderne und Holocaust oder "Postmoderner Ethik" hat sich der Soziologe zuletzt insbesondere mit den Schattenseiten der zeitgenössischen Konsumgesellschaft beschäftigt. Im Rahmen der Ausstellung "Slum" in der Neuen Galerie referierte Bauman vergangene Woche in Graz.

Falter: Wir leben in einer schönen, neuen Konsumwelt, dennoch sprechen Sie von "Kollateralschäden" der Konsumgesellschaft.

Zygmunt Bauman: Kollateralschäden sind nicht Teil des Plans. Wenn ein Terroristenversteck bombardiert wird, werden auch Zivilisten getroffen. Das passiert täglich im Irak, in Afghanistan, in Palästina. Auch beim gesellschaftlichen Projekt des konsumeristischen


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