LESE-HERBST

Bewährte Tugenden

Steiermark Kultur | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

In seinem aktuellen Herbstprogramm setzt der Verlag Droschl auf bewährte Tugenden: Kontinuität der Vielfalt und literarische Innovation. "Arme Närrchen" heißt das Debüt der aus Freistadt stammenden Hermann-Lenz-Preis-Stipendiatin Andrea Winkler. Der Untertitel "Selbstgespräche" verweist auf Empfindungs-und Bewusstseinserkundungen eines Ichs ebenso wie auf ein in der zögernden Erzählweise angelegtes poetologisches "Selbstgespräch": Wo andernorts dahinerzählt wird, steht hier das Erzählen selbst zur Debatte, ein scheinbar "natürlicher" Parlando-Ton wird durch minimale Eingriffe in die Grammatik abrupt abgedreht: "Ich bin ausgezogen, aber wohin."

Die Schweizer Autorin Eleonore Frey erzählt in ihrem Prosabuch "Siebzehn Dinge" vom Leben eines 17-jährigen Mädchens anhand von 17 Gegenständen aus dessen persönlichem Besitz, zugleich thematisiert sie die als Gattungsbezeichnung angeführte "Biographie".

Einen weiten Rahmen unterschiedlicher Schreibweisen, zwischen bedachtsam ausufernder


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