Da spricht das Horchen

Johannes Frankfurter | Steiermark Kultur | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

MUSIK Das musikprotokoll im steirischen herbst wartete mit beachtlichen Erst-und Uraufführungen aus der Grazer Komponistenschmiede auf.

Das Horchen spricht / Gluten klammen / Schauer schielen / Blut seufzt auf" - Georg Friedrich Haas hat das Liebesgedicht "Heimlichkeit" von August Stramm, der 1915 ein Opfer des Ersten Weltkriegs wurde, für die "Neuen Vocalsolisten Stuttgart" vertont. Im diesjährigen musikprotokoll war es nun eines jener Werke, die ein fast ganz dem Grazer Komponisten gewidmetes Konzert in das Zentrum der traditionsreichen Konzertreihe des steirischen herbstes rückten. Haas, 1953 in Graz geboren und hier Komposition lehrend, hat in den letzten Jahrzehnten mit unaufdringlicher Beständigkeit ein Oeuvre von erstaunlicher Dichte geschaffen. Davon konnte man sich an diesem Abend wieder überzeugen: Ein "Solo für Viola d'amore" hat in seiner Konzentration wesentlich mehr zu sagen als so manch anderes technisch und personell aufwändige Stück - auch wenn, Ironie der technischen

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