Der Dialekt-Rebell

Steiermark Kultur | Tiz Schaffer | aus FALTER 41/06 vom 11.10.2006

Pop Der Schwimmer zeigt auf "Poplawok", wie Elektronik mit steirischem Dialekt harmonieren kann.

Auch Burt Lancaster ist ein Schwimmer. In dem Streifen "Der Schwimmer" aus dem Jahre 1966 entschließt sich Lancaster als vom Schicksal gebeutelter Vorstädter an einem Sommermorgen, durch die Pools eines elitären Vorstadtbezirks von Conneticut nach Hause zu schwimmen. Bei seinem situationistischen Ausflug wird Lancaster mit seiner Vergangenheit, mit ehemaligen Liebschaften, mit Leidenschaft aber auch mit Demütigung konfrontiert. Von dieser abseitigen Tour hat sich der 1982 nach Wien ausgewanderte Judenburger und Pop-Eigenbrötler Klaus Tschabitzer inspirieren lassen und schon im Jahre 2001 für sein erstes Lo-Fi-Elektronik-Machwerk "Neddy Merril" den Filmtitel als Künstlernamen patentieren lassen.

"Das Schwimmen durch die Pools ist absurd, zugleich ein romantisches Projekt mit einer tragischen Komponente", sagt Tschabitzer, eine Beschreibung, die auch ganz gut auf seine Musik passt. Der Schwimmer


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