Operation Maribor

Steiermark Politik | Herwig G. Höller | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

NACHBARN Arbeitslosigkeit und Müllpyramiden: Maribor, die zweitgrößte Stadt Sloweniens, nagt noch immer am Niedergang der Industrie und könnte bei den kommenden Lokalwahlen erstmals einen rechten Bürgermeister bekommen.

Nicht weniger als vierzehn Kandidaten treten kommenden Sonntag bei der Direktwahl des Bürgermeisters von Maribor an und für die parallel stattfindenden Wahlen zum Stadtrat kämpfen gleich vierzig Parteien und Listen um nur 45 zu vergebende Sitze. Arbeit wird es für die künftigen Volksvertreter genug geben: Neben kommunalen Problemen wirkt insbesondere der Zusammenbruch Jugoslawiens noch immer nach. Die traditionelle Industriestadt hatte insbesondere für den jugoslawischen Markt produziert, der mit einem Schlag wegbrach. Am westlichen Markt war man nicht konkurrenzfähig, Tausende arbeitslose Arbeiter waren die Folge. Und trotz neuer Arbeitsplätze im letzten Jahrzehnt, vor allem im nicht sonderlich gut zahlenden Handel, ist die Arbeitslosigkeit mit 15 Prozent noch


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