"Ich dachte, das hätten wir hinter uns"

Steiermark Politik | Tatjana Lesjak | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

MEDIEN Ein neues Mediengesetz über den öffentlichen Rundfunk schränkt die Pressefreiheit in Slowenien ein. Medienwissenschafter Marko Milosavljevic über Zensur, Missbrauch und undemokratische Verhältnisse.

Eine Journalistin stellt einem Minister eine kritische Frage und kassiert dafür eine Ohrfeige - vor laufenden Kameras. Das ist nur einer von vielen Vorfällen, die die kaum vorhandene Pressefreiheit in Slowenien widerspiegeln. Seit im September 2005 das neue Mediengesetz über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Kraft getreten ist, klagen immer mehr Journalisten über Zensur durch Politiker und Großkonzerne. Der slowenische Medienwissenschafter Marko Milosavljevic sprach mit dem Falter über die alarmierende Situation in Sloweniens Medienlandschaft.

Falter: Das neue Gesetz für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Slowenien - RTV Slovenija - war von Anfang an heftig umstritten. Was ist daran so bedenklich?

Marko Milosavljevic: Es ist äußerst zweifelhaft, wie sich der Aufsichtsrat


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