BERG-UND ABENTEUERFILM

Stündlich ein Sechstausender

Steiermark Kultur | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

Superlativen sind beim Berg-und Abenteuer-Filmfestival inflationär. Die Idee, sportliche Höchstleistungen, unter Extrembedingungen auf Film gebannt, im Rahmen eines Festivals zu präsentieren entstand vor zwanzig Jahren. Auf ein Best-Off der vergangenen Festivals hat Veranstalter Robert Schauer jedoch verzichtet, dicht gedrängt ist das Programm ohnehin schon: Fünfundvierzig Filme werden im Blauen Salon des Grazer Congress nonstop neben den Einzelvorführungen laufen, damit in fünf Tagen bewältigt werden kann, was sich die Festivalleitung vorgenommen hat. Neunzig Filme sind im Wettbewerb um den "Grand Prix Graz" vertreten. Außer Konkurrenz werden noch die Dokumentation "Der versteckte Gipfel - Steiermarks erster Achttausender" von Gernot Lercher und Festivalleiter Schauer sowie die Multivisionsshow "Opera Vertical" gezeigt. In "Opera Vertical" verschmelzen Bilder in Filmszenen, ein Mann hängt senkrecht "free solo" - ohne Seil und Sicherung - im Felsen: Der 38-jährige Extremkletterer Alexander Huber wird in Graz auch vortragen. "Bergsteigen hat eine letale Komponente. Wenn wir die Gefahren nicht halbwegs einschätzen könnten, hätten wir zwanzig Jahre extremes Bergsteigen und Klettern nicht überlebt", sagt er. Gemeinsam mit seinem Bruder Thomas hat er den Gipfel des 7285 Meter hohen Ogre in Pakistan erreicht, Shivling in Indien bezwungen. Einzig mit Schutzhelm, Kletterschuhen und Magnesiumsack ausgerüstet, erklomm er die Große Zinne in den Sextener Dolomiten. Alexander Huber: "Da konzentriert sich die Welt auf wenige Quadratmeter Berg."

18. Internationales Berg & Abenteuer Filmfestival Graz, 8. - 11. 11., Grazer Congress,

www.mountainfilm.com. "Opera Vertical",

8.11., 20 Uhr, Dom im Berg.


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