"Wie wird das enden?"

Steiermark Kultur | Ingrid Brodnig | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

GESCHICHTE Hannelore Brauchart war vor 29 Jahren Opfer der Landshut-Entführung. Ein Gespräch über hundert Stunden als Geisel und die Jahre danach.

Wenn Sie sich ein Bein gebrochen haben, dann werden Sie sich auch erinnern: "Das hat scheußlich weh getan, und da bin ich sechs Wochen mit dem Gips gegangen." Und so erinnere auch ich mich", erklärt Hannelore Brauchart. Vor 29 Jahren hat sie sich allerdings nicht bloß ein Bein gebrochen, sondern war Opfer der bekanntesten Flugzeugentführung Deutschlands geworden. Vier palästinensische Terroristen hielten die Maschine von 13. bis 18. Oktober 1977 in ihrer Gewalt - fünf Tage, in denen das Lufthansa-Flugzeug 9000 Kilometer zurücklegte; hundert Stunden, in denen die 91 Geiseln den Albtraum jedes Flugpassagiers erlebten. Hannelore Brauchart, die damals noch Piegler hieß, war die leitende Stewardess an Bord, die so genannte "Purserette".

Ihre Karriere gab die gebürtige Schladmingerin nach dem Vorfall aber auf. "Als Purserette hätte ich die


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