Koalitionsporno


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Könnten wir es ein bisserl weniger schmierig haben und doch schneller zur Sache kommen?

Koalitionsverhandlungen, das hieß immer schon: der politmediale Speckgürtel des Landes gibt den Verstand an der Kassa ab. In der Anfangsphase dominiert das Schmierentheater, dessen Bezeichnung man jetzt richtig versteht. So schmierig bräuchten wir's aber gar nicht. Mit ernster Miene und mit einem Bernsteinblick, so dunkel, dass man ihn in einen Bischofsring einsetzen könnte, verlangte beispielsweise der niederösterreichische Landeshauptmann von der SPÖ eine Ehrenerklärung. Die Ehrenerklärung ist eine hübsche Pointe. Am Tag vor der Wahl hatte Josef Cap nämlich noch zwei "Garantieerklärungen" abgegeben. Die SPÖ werde in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Nationalrats einen Untersuchungsausschuss beantragen und zweitens "alles unternehmen, um aus dem Abfangjägervertrag aussteigen zu können". In diesem Zusammenhang hatte Cap die Frage gestellt, ob Provisionen

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