"Sein eigenes Werk zerstört"

Politik | Gerald John | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

ZEITZEUGE Buchautor Beppo Mauhart über das zerstrittene Duo Bruno Kreisky und Hannes Androsch, die historische Schuld Franz Vranitzkys, die Erinnerung an die letzte Zigarette und das übersteigerte Ego Hans Krankls.

Geplant war ein Fotoband mit knappem Text, herausgekommen ist ein opulentes Werk: Über 500 Seiten benötigte Beppo Mauhart, um eine Ära in Wort und Bild zu fassen, an deren Ende Österreich "freier, liberaler, toleranter und selbstbewusster" dastand als zuvor. Gemeint ist das "goldene Jahrzehnt" der Siebziger, als SP-Kanzler Bruno Kreisky und sein Team dem Land eine Reform nach der anderen verpassten. Doch im Schatten des Erfolgs wuchs ein erbitterter Konflikt: Kreisky befehdete sich mit seinem jungen Finanzminister Hannes Androsch, der wegen (angeblicher) Eitelkeiten und Unvereinbarkeiten - Androsch trennte sich nicht von seiner Steuerberatungskanzlei Consultatio - in Kritik geriet. Als Pressesprecher Androschs erlebte der heute 73-jährige Mauhart die Streitereien hautnah


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige