Geborgte Freiheit

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

NORDKOREA In ihrem Heimatland, das nun auch mit der Atombombe droht, sind sie völlig isoliert. Zum Studieren und Forschen kommen Nordkoreaner aber regelmäßig nach Österreich - Freiheit dürfen sie allerdings auch hier wenig schnuppern.

Finger runter!" Die nordkoreanische Studentin schaut alarmiert und erklärt dann freundlich, dass es in Nordkorea eine Beleidigung ist, auf eine andere Person zu zeigen. Beim Empfang der nordkoreanischen Botschaft in Wien dann auch noch auf das Bild des Führers Kim Jong Il zu zeigen, ist wohl nicht die beste Idee. Vergangenen Donnerstag feierten die Asiaten den 61. Jahrestag ihrer Arbeiterpartei. Botschafter Gwang Sop Kim erklärt den Gästen beschwichtigend, dass Nordkorea die Atombombe eh nicht zünden wolle. Ein Aufatmen geht durch die Runde, aber nur ein leichtes. Zur Unterhaltung spielen zwei nordkoreanische Musikstudenten einige Stücke - allem voran "das dem geliebten Genossen Kim Jong Il gewidmete Lied". Genau dieser grinst dahinter von der Wand


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