PRESSESCHAU

Medien | Gerald John | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

Einmal Schneckerl sein: Der Bubentraum jedes Austrianers geht für die Sportredakteure der Kronen Zeitung Woche für Woche in Erfüllung. Wer gerade Zeit hat, formuliert jene paar Zeilen, die dann als Herbert Prohaskas Expertenkolumne in Druck gehen - allerdings erst nach Telefonat mit dem Namensgeber. Schreibt kein Promisportler seine Glosse selbst? Beim von den Büchereien, dem Ballesterer und Tipp 3 veranstalteten Debattierklub 2x11 lüftete Krone-Sportsmann Chris Wikus so manches Geheimnis. Andi Goldberger greift nicht in die Tasten, sondern nur zum Handy. Sein Ghostwirter hört sich stets viel Belangloses an, ehe "Goldi" beiläufig Druckreifes fallen lässt - etwa die irre These, dass die Farben der Skispringeranzüge das Anlauftempo beeinflussen. Karl Schranz liefert selber; statt der vereinbarten Spalte meistens satte drei Seiten. Als Edelfeder gilt Stephan Eberharter, aber auch als Bitzler, wenn's ans Redigieren geht. Immer schon ambitioniert Hans Krankl. Bereits als Spieler forderte er eine eigene Kolumne. Als er wegen Unvereinbarkeit abblitzte, meinte Johann K.: "Dann schreib ich anonym!"


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