Unter der Haube

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 42/06 vom 18.10.2006

MUSIK Auf seinem neuen Album "Born in the UK" gibt sich Damon Gough alias Badly Drawn Boy als die unterernährte, britische Version von Bruce Springsteen. Der "Falter" traf den Songwriter im Londoner Grouch Club.

Es ist schön, hier in Soho zu spielen", meint der Mann mit der Wollmütze, "London ist immer ein bisschen schwierig, also nenn ich es lieber meinen Gig in Soho." Sagt's und pflückt einen Evergreen nach dem anderen aus seiner Gitarre und dem zu seiner Linken bereitstehenden Klavier, von "Something to Talk About" über "The Shining", "Pissing in the Wind" und "Once around the Block" bis "Silent Sigh".

Damon Gough alias Badly Drawn Boy ist ein schamloser Großmeister des Understatement. Seit er Ende der Neunzigerjahre mit ein paar auf seinem eigenen Label Twisted Nerve veröffentlichten Singles dem damals reichlich unmodernen Format akustischer Songschreiberei zu einem unverhofften Revival verhalf, hat er mit seinen im Jahresrhythmus erschienenen Alben "The Hour of Bewilderbeast",


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