Vorwort

Nennen wir es Haltung

Steiermark Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

Neues aus dem gallischen Dorf. Der Häuptling des letzten Bollwerks wider die moralische Degenerierung des Abendlandes hat wieder einmal gesprochen. Und die Zwangskonvertierung der Tobsüchtigen gefordert. Oder war es die Zwangsrekrutierung der Gottsüchtigen? Die Zwangstherapierung der Drogensüchtigen? Egal. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) hat wieder einmal gesagt, was wieder einmal gesagt werden musste. Es wird ihm Punkte einbringen, weil ja zusehends weniger zählt, was genau gesagt wird, als dass überhaupt etwas Scharfes aus dem Dorf dringt, etwas Beißendes, das auch noch in den Lokalmedien von Kleinbonum und Babaorum für wohliges Erschaudern sorgt und dort nicht gleich als übles Lüftchen aus dem Diskursmüll erkannt werden kann. Es wird Nagl Punkte einbringen, weil mittlerweile auch schon als Haltung durchgeht, wenn sich jemand - wie verkrampft auch immer - überhaupt noch aus dem Fenster zu lehnen bereit ist. Man kann es auch weniger dramatisch sehen: Mehr als ein Jahr


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