Kratzen an der Oberfläche

Ulrich Tragatschnig | Steiermark Kultur | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

KUNST Marko Lipus zeigt im Literaturhaus Graz, wie er fotografische Autorenporträts mit künstlerischem Mehrwert ausstattet.

Ich denke, die Foto-Kunst soll sich ganz einfach mit der Ästhetik beschäftigen. Das Visuelle ist der Ursprung des Bildes. Das Visuelle alleine soll ausdrücken, bewegen, ansprechen, gefallen oder auch nicht. Das Werk des Künstlers muss sprechen, sprechen können. Das Werk soll ohne Erklärungen, ohne Beipackzettel des Kunstschaffenden funktionieren." Wer so spricht, ist kein Pikturalist zur vorletzten Jahrhundertwende, sondern der junge Fotograf und Fotokünstler Marko Lipu\0x0161 in seinem Manifest zur künstlerischen Fotografie. Ging es vor hundert Jahren noch darum, die Fotografie überhaupt in das Kunstsystem zu integrieren, von den der Malerei entgegengebrachten Dienstpflichten zu befreien und als eigenständiges künstlerisches Medium zu etablieren (was erst viel später im Sog konzeptueller Ansätze endgültig gelingen sollte), geht es Lipu\0x0161 heute

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