Die Botschafter

Judith Schwentner | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

LOKALTIPP Jahrhundertelange Traditionen lassen das Wirtshaus Gallbrunner in Waisenegg gar nicht alt ausschauen.

Sogar bis Ungarn hatte es sich einst herumgesprochen. Dass da mitten im oststeirischen Joglland eine Heilquelle ganz besonderes Wasser hervorbrachte: rechtsdrehendes und gegen Gallenleiden bestens geeignetes. Wo sich also Menschen in der zudem charmanten Landschaft von Waisenegg bei Birkfeld zur Trinkkur niederließen, da durfte auch die entsprechende Kost nicht fehlen. Das mit dem Heilwasser geriet mit den Jahren zwar ein wenig in Vergessenheit, das Essen allerdings nicht. Und so wird hier auch heute noch heimische Kost hochgehalten - und das mit nicht geringem Erfolg. Pflegen doch Karl und Elisabeth Rennhofer, die das Gasthaus vor rund fünfzehn Jahren übernommen haben, die Tradition vom Tischherd bis zum selbstgebackenen Roggenbrot. Und dass sie für die der Umgebung verbundenen Speisen auch die Zutaten von den umliegenden Bauern beziehen, versteht sich in ihrem Fall von selbst.

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