SCHWARZ-ORANGE LAST-MINUTE-TICKETS

Wer hebt noch rechtzeitig ab?

Politik | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

Der Finanzminister wird nicht einmal rot. "Am meisten Sorgen macht mir, dass die SPÖ nicht einmal grundsätzlich gesagt hat, dass man keine politischen Eingriffe bei Postenbesetzungen wolle", spielt Karl-Heinz Grasser den Empörten. Dabei läge der slicke Minister gut im Rennen, gäbe es nach sechs Jahren Schwarz-Blau-Orange einen Pokal für den Champion in der Disziplin Freunderlwirtschaft (siehe Artikel oben). Seine Gefährten profitieren davon bis zum letzten Abdruck. Thomas Rupperti etwa freut sich dieser Tage über einen neuen Vorstandsvertrag. Der gute Bekannte Grassers darf das Wiener Konferenzzentrum, das dem Finanzministerium untersteht, nun gleich bis 2013 leiten, obwohl der alte Kontrakt ohnehin erst 2008 ausgelaufen wäre.

Last-Minute-Besetzungen wie diese sind ein alter Brauch: Abgewählte Regierungen versorgen noch schnell Parteifreunde mit lukrativen Posten - auch um Einfluss übers Ablaufdatum hinaus zu wahren. ÖVP und BZÖ halten das, sehr zum Unmut der Opposition, nicht


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