SPIELPLAN

Peter Fuchs | Kultur | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

"Jules und Jim" goes "Geschlossene Gesellschaft": Drei Thirtysomethings überlegen, ihre WG aufzulösen. Schaffen es aber nicht. In "Küchenliegen" von Rosemarie Poiarkov marschieren sie durch den Raum, schubsen sich herum und benutzen den anderen als Prellbock gegen den Dritten (Regie: Torsten Englich). Wehleidig denken sie an die Zeit, "als alles noch möglich war", tändeln erotisch und unternehmen am Ende gar nichts. Begonnen hat der Abend mit "Bombenlegen", einer Collage aus Texten von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Bernward Vesper, Ensslins Partner vor ihrem Abtauchen in den Untergrund. Diese Menschen haben etwas unternommen. Jeder (Jakub Kavin, Eszter Hollosi, Florian Schmidt) deklamiert, gefangen an einer Säule, den Text - das erinnert an Go-Go-Dancing mit Stange. Die Schauspieler gleiten rauf und runter und strippen sich am Ende in den Zwangsjackenwahnsinn. "Bombenlegen / Küchenliegen", ein Projekt der Gruppe Theater Procedere, läuft bis 29.10. im Ragnarhof. In der Pause

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