Deleuze auf dem Plattenteller

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

MUSIK Das Festival Wien Modern widmet Bernhard Lang in den kommenden vier Wochen ein umfangreiches Porträt. Der österreichische Komponist ist ein alchemistischer Meister der Differenz und der Wiederholung.

Wer eine der genretypischen Einführungen in die Arbeiten von Bernhard Lang liest, könnte womöglich Angst davor bekommen, sich die Musik des 1957 in Linz geborenen Komponisten, Computermusikers und DJs tatsächlich anzuhören. Vom deutschen Idealismus eines Hegel, Schelling oder Nietzsche ist da häufig die Rede, auch von Adornos ästhetischer Theorie und, vor allem, von dem antihegelianischen Denken des französischen Philosophen Gilles Deleuze. Nun sind Werkerläuterungen zu zeitgenössischer Musik ohnehin nicht dafür bekannt, zugunsten leichter Fasslichkeit auf reflexive Querbezüge zu Disziplinen wie der Stochastik, der Neuropsychologie oder eben der Philosophie zu verzichten - obwohl sich die derart beschriebene Musik ihren Hörern oft genug auch ohne einschlägige Fachstudien

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