WIEN MODERN 2006

Spiegel, Loops und Sterne

Kultur | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

Gäbe sich Wien Modern noch ein Motto, es müsste heuer wohl "Kontraste" lauten. Inhaltliche Brücken zwischen den siebzig Programmpunkten, die Österreichs größtes Festival für zeitgenössische Musik von 29. Oktober bis 25. November an 14 Spielorten zwischen Konzerthaus und Planetarium anbietet, ließen sich allenfalls mühsam konstruieren. Vorgestellt werden vorwiegend Einzelpositionen, wobei zwei Komponisten mit umfangreichen Porträts bedacht werden. Eines davon gilt mit zwölf Konzerten dem auch an Laptop und Plattenteller tätigen Bernhard Lang (siehe Artikel oben), seiner geloopten Musik und seiner neuen Oper "I Hate Mozart" (8. bis 12.11., Theater an der Wien). Die zweite Personale ist dem Ungarn György Kurtág zum achtzigsten Geburtstag gewidmet. Der Meister der musikalischen Reduktion ist durch prominente Interpreten wie Pierre-Laurent Aimard und das Arditti Quartett an zehn Abenden mit fast allen seinen wichtigen Werken vertreten, aber auch selbst am Pianino zu hören (17.11.).


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