AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Martin Lhotzky | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

Was nach Ritualmord aussieht, entpuppt sich als fataler schlechter Studentenscherz. Auch die heiße Spur in Islands vulkanische Wildnis führt auf eine kalte Fährte. Die sich abzeichnende Romanze zwischen Anwältin Dóra und ihrem deutschen Kollegen Matthias entwickelt sich dann aber wie in einem Arztroman, auch wenn sie doch noch eine überraschende Wendung nimmt. Anders das laut Klappentext "sensationelle Debüt" aus Frankreich: Bei diesem gibt es gar keine Überraschungen. Sowohl Yrsa Sigurdardóttir als auch Jérôme Delafosse gehen in ihren Debüts von alten Handschriften aus. Die geschiedene Anwältin Dóra Gudhmundsdóttir begibt sich in "Das letzte Ritual" nach einem makaberen Mordfall am Geschichteinstitut von Reykjavik im Auftrag der Familie des Opfers auf die Suche nach einer verschollenen Handschrift, dem sogenannten Malleus Maleficarum. Der Tote war offenbar daran interessiert, einige magische Praktiken daraus nachzustellen. Sigurdardóttir gelingt es, das seltsame Historikermilieu


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