Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 43/06 vom 25.10.2006

Sex

Sex and the Wetter Wunderschönes Herbstwetter fördert ein bisher wenig prominentes Problem zutage. Unlängst hat sich ein Paar bei mir über wunderschönes Herbstwetter als Sexkiller beschwert. Man fühle sich verpflichtet, jeden Augenblick, der die menschlichen Atemwege ungefroren lässt, in der Natur zu weilen, wo aber, güldene Sonnenstrahlen hin oder her, bereits absolut Outdoorsex-inkompatible Temperaturen herrschen. Das Problem wurde von mir unverzüglich Was-Gscheites-aus-dem-Wochenende-machen-Stress-Syndrom getauft. Es kann mit dem totalen Burnout enden, gefolgt von Wochenenden, in denen man sich entweder überfällig endgültig trennt, oder solchen, an denen man wimmernd und ungesund essend mit einer Doppelstaffel "Six Feet Under" vor der Glotze verreckt. Mein Rat lautete, einfach im Naturreservat ihrer Wahl verschiedene Ecken aufzusuchen und mit todschicken Multimediahandys einmal auf Cybersex zu machen. Bin gespannt, ob die beiden blöd genug waren, das tatsächlich zu probieren.

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Sag niemals wie Irgendwas müssen Monika Lindner und Elmar Oberhauser falsch gemacht haben. Die neue Geschäftsführung ist offiziell noch nicht einmal im Amt, und schon gibt's wieder Bundesliga im ORF. Als Demokrat begrüße ich die Entscheidung; als Premiere-Austria-Abonnent ärgert sie mich ein bisschen, weil ich für mein Geld jetzt weniger bekomme. Apropos Premiere: Aus unerfindlichen Gründen sind Premiere-Reporter offenbar verpflichtet, ausschließlich "Wie"-Fragen zu stellen. Das führt zu absurden Fragekonstruktionen, auf die kein Mensch eine vernünftige Antwort geben kann. "Um wie viel zu viel Emotion könnte denn im Spiel sein?" - "Von Platz 10 auf Platz 5 der Tabelle: Um wie viel besser sieht das aus?" - "Ein wie gutes Zeichen ist das denn?" Liebe Premiere-Leute: Wie bescheuert ist das denn?

WOLFGANG KRALICEK


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