Am Totpunkt

Steiermark Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

KULTURPOLITIK Immer weniger Geld, immer weniger Vision, immer mehr Beirat: Die Grazer Kulturszene steckt tiefer in der Depression als jemals zuvor.

Es war sicher gut gemeint. Damals, als Graz sich am Ende des Kulturhauptstadtjahres 2003 die Frage nach dem Jahr 2004 stellte und der damalige VP-Kulturstadtrat Christian Buchmann die Kulturtreibenden zum Dialog darüber lud, damals, da war noch Zukunft. Neue kulturpolitische Schwerpunkte wurden im "open space" der List-Halle angedacht, neue Gremien - ein Kulturbeirat, elf Fachbeiräte - eingerichtet, um die Subventionsvergabe transparenter zu gestalten, regelmäßige Evaluierungen der Szene sollten für immer bessere Qualität der Produktionen sorgen und ein jährlicher Kulturdialog für spannende kulturpolitische Diskussionen in der Stadt.

Aber Zukunft war gestern. Jetzt ist Sparen. Der von SP-Finanzstadtrat Wolfgang Riedler verordnete und in der Stadtregierung akkordierte Sanierungskurs für den ausgebluteten Haushalt hat längst auch die Kultur


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige