Ein dreckiger Goldschal

Steiermark Kultur | Tiz Schaffer | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

POP Die Grazer Indie Rocker Lady Lynch wurden mit Hang zu schäbigem Glamour und stilistischer Eigentümlichkeit zu einer der charmantesten Grazer Szeneerscheinungen.

Aus Missverständnissen und Fehlern entstehen mitunter wunderbare Dinge. Die Teflonpfanne zum Beispiel war Resultat eines verunglückten Experiments. Auch der Bandname Lady Lynch entstand aus Schlamperei. Schlagzeuger Christian Sundl hatte über den Namen Lydia Lunch, Künstlerin und Underground-Ikone der Achtziger, ein wenig zu schnell drübergelesen. Weil man lernen muss, mit seinen Fehlern zu leben, existiert seit 2004 also die Band Lady Lynch. Eine zutiefst holprige Indie-Rock-Angelegenheit, die ihr handwerkliches Unvermögen nonchalant ignoriert, aber mit trashigem Glamour und einer anständigen Portion an Humor gekonnt austariert.

Auch sonst laufen die Dinge bei Lady Lynch keineswegs wie in einer klassischen Versuchsanordnung. Johanna Adamski ist die Einzige, die ihr Instrument von der Pike auf gelernt hat. Heute singt


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