Im Überlebenskampf

Steiermark Kultur | Hermann Götz | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

THEATER Im Schatten sparsamer Theaterförderung: Hanspeter Horner und das Mezzanin Theater bringen Haushofers Roman "Die Wand" auf die Bühne.

In Zeiten des Hörbuch-Booms stellt sich nicht mehr die Frage, ob ein Roman ganz ohne direkte Rede auch auf der Bühne erzählt werden kann. Zum Glück, zum Beispiel für Hanspeter Horner. Der Schweizer Regisseur mit guten Graz-Kontakten hat für die jüngste Produktion des Mezzanin Theaters Marlen Haushofers Buch "Die Wand" dramatisiert. Für Horner ist es nicht die erste Haushofer-Arbeit, aber dennoch eine ganz besondere: "Die Wand" ist Generationen von Deutschschülern aus dem Lesebuch vertraut, der Roman ist mitverantwortlich für Haushofers Image als engagierte, aber auch naive Autorin. In der Produktion des Mezzanin Theaters versuchen mit Martina Kolbinger-Reiner (Schauspiel) und Carmen Brunner (visuelle Gestaltung) zwei Frauen, Vertreterinnen der Haushofer-Schüler-Generation und jener danach, den Blick wieder frei zu räumen für die Kraft


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