Brennwert der Kunst

Steiermark Kultur | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

LITERATUR Der Grazer Autor und Kognitionsforscher Thomas Raab unternimmt den Versuch einer naturwissenschaftlichen Grundlegung der Ästhetik.

Humanwissenschaftern gilt das Spektakel meist als Symptom kulturellen Verfalls. Aber während neomarxistische Kritiker in der Regel das Angebot der Spektakelkultur ins Visier nehmen, fragt Thomas Raab in seinem neuen Buch - "Nachbrenner. Zur Evolution und Struktur des Spektakels" - nach deren tieferen Ursachen, holt in seiner Darstellung bis in die Grundlagenforschung naturwissenschaftlich orientierter Psychologie aus und setzt beim Menschen eine entwicklungsgeschichtlich begründete Nachfrage nach dem Spektakel voraus.

Bestückt mit einem Begriffsinstrumentarium aus Behaviorismus, Bio-Energetik und der Automatentheorie Oswald Wieners, mit dem der 1968 geborene Raab zwischenzeitlich zusammengearbeitet hat, legt Raab die Bedingungen jeglichen ästhetischen (oder "hedonischen") Erlebens frei. Anhand der Reaktionen seiner Hauskatze Sumatra auf das Abspielen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige