À la carte oder Eintopf?

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

SCHULE Die Gesamtschule ist in Österreich immer noch ein ideologisches Kampfpflaster. Dabei zeigen die Schulen der EU, wie sehr Kinder von dieser Ausbildungsform profitieren können - wenn dafür genügend Mittel zur Verfügung stehen.

Für die 15-jährige Kärntner Schülerin Ulli war es eine ganz neue Welt: "Alles war viel liberaler als bei uns, nur Mathematik, Deutsch und eine Fremdsprache waren Pflicht, den Rest des Stundenplans konnte man sich individuell zusammenstellen, und man durfte sogar mit einem Nicht genügend aufsteigen", erinnert sich die frühere Schülerin des Europäischen Gymnasiums in Luxemburg, "und in Chemie saßen wir überhaupt nur zu fünft im Unterricht, das hat die anderen nicht interessiert."

Der ehemaligen Schülerin aus Klagenfurt hat die große Freiheit in der Gesamtschule nicht geschadet. Ulli Sima ist heute Stadträtin in Wien. Die SPÖ-Politikerin denkt mit Begeisterung an ihre Schulzeit in Brüssel zurück. "Man wurde im Gegensatz zu meinem vorigen Gymnasium


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