KRACH UM SCHULE

Maulkorb

Politik | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

Heidi Schrodt, die Direktorin des Gymnasiums Rahlgasse, darf sich auf Anordnung von Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) weiter nicht öffentlich zu Wort melden. Brandsteidl hatte die Direktorin der liberalen Schule Rahlgasse vor zwei Wochen in einem Interview mit der Presse heftig angegriffen, nachdem nur 62 Prozent der Rahlgasse-Lehrer für eine Weiterführung des Schulversuchs "Modulare Oberstufe" gestimmt hatten. Damit sich die Schüler der 6. bis 8. Klasse weiter im Kurssystem ihre Unterrichtsmodule selbst zusammenstellen können, ist eine Zweidrittelmehrheit der Lehrer Voraussetzung.

Brandsteidl warf der Direktorin Schrodt wegen der gescheiterten Abstimmung "Führungsschwäche" vor und erlaubt ihrer Untergebenen seither nicht, sich öffentlich zur Causa zu äußern. Eine Entschuldigung der Stadtschulratspräsidentin gegenüber Schrodt gab es bislang nicht. "Für 8. November ist ein Gespräch zwischen der Stadtschulratspräsidentin und Schrodt vereinbart", sagt Brandsteidls Sprecher.

Die Rahlgasse hat für diese Woche einen "Pädagogischen Tag" einberufen, an dem die Lehrer nochmals über das Schulprojekt Kurssystem ab der 6. Oberstufe diskutieren können. Danach soll in einer neuen Abstimmung des Lehrpersonals nochmals überprüft werden, ob eine Weiterführung der "modularen Oberstufe" nicht doch noch eine Mehrheit findet.

N. H.


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