"Schieb die Kohle rüber"

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

STUDIENGEBÜHREN Für die einen bedeuten sie 140 Millionen Euro mehr für den Staat, für die anderen 363 Euro weniger im Geldbörsel: ÖVP und SPÖ streiten über die Studiengebühren. Ganz weg damit? Oder kommt ein neues Modell?

Josef Broukal reagiert auf die Frage etwas gereizt. "Was wollen Sie wissen - ob ich mich selbst umbring, wenn wir die Studiengebühren nicht abschaffen?", fragt der rote Wissenschaftssprecher und kommt dann wieder auf den Boden zurück: "Wenn wir das nicht durchsetzen, dann liegt es an der Weigerung der ÖVP." Broukal spricht über die Koalitionsgespräche zwischen SPÖ und ÖVP, wo es nun auch um die Studiengebühren geht. Überfallsartig hatte die schwarz-blaue Regierung diese 2001 trotz des Protests von Studierenden und Oppositionellen eingeführt - und brach somit auch ihr eigenes Versprechen, es werde keine Gebühren geben. Seither warb die SPÖ damit, sie abzuschaffen.

Nach der Wahl klang das kurzfristig vorsichtiger: Alles sei verhandelbar, meinte Parteichef


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