KNECHT

Frische Luft wird doch eh überbewertet

Politik | Doris Knecht | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

Es ist doch so, sagt der Lange: Die meiste brutale Musik verliert nach einiger Zeit ihren Schrecken, schleift ihre Härten ab und verbrüdert sich irgendwann mit deinem Gehör, nur nicht Slayer und Mama Falkner. In einem Experiment, wie lange Eltern es aushalten, das pädagogisch Wertvolle über das schier Unpackbare zu stellen, legen die Kinder mal wieder ihre Hits von vor dem dritten Geburtstag auf: Sie spielen von Samstag früh bis Samstag spät ohne Unterbrechung die "63 Kinderlieder. Gesungen und gespielt von Pauline Falkner". Aufgenommen vor zehn Jahren von ihrem Buben Hans-Peter, dem Attwenger, dem Narrischen, dem Elternquäler, der die Auswirkungen seiner jugendlichen Unbedachtheit allerdings schon demnächst von seiner eigenen Zweijährigen in ihrer ganzen Gnadenlosigkeit zu spüren bekommen wird. Mama Falkner und ihrer schönen, hohen Stimme kann man nichts vorwerfen, ja, die Anschaffung der "63 Kinderlieder" (fishrecords/hoanzl) muss man sogar empfehlen, jedenfalls solange man


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