Borat, der Barbar

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

FILM Der britische Brachialkomiker Sacha Baron Cohen bricht als "Borat" alle Tabus der Political Correctness. Alles im Dienste der Aufklärung?

Hier kommt der Film mit der besten und billigsten Promotion dieses Herbstes; jedenfalls für Twentieth Century Fox, die ihn produziert hat. Der Regierung von Kasachstan war das vermeintlich denunziatorische Machwerk eine vierseitige, um Imageschadenbereinigung bemühte Anzeige in der New York Times wert. "Borat" ist eine Fake-Doku des englischen Komikers Sacha Baron Cohen, bislang am bekanntesten für die von ihm verkörperte Figur des frauenfeindlichen und homophoben Rappers Ali G.

Als Borat Sagdiyev begibt sich Cohen nun als kleiner kasachischer Fernsehreporter unter großem Hallo seines rückständigen Dorfes in die Vereinigten Staaten - die "Ju Ess änd Ej", wie er selbst es ausspricht. Erwerben will er dabei "kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen", wie der Untertitel bündig verrät. Die Kulturträger,


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