Muttis Liebling

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

KABARETT Porträt eines potenziellen Serienkillers: Martin Puntigams neues Programm "Luziprack".

Der Held von Martin Puntigams zehntem Programm "Luziprack" ist einer dieser Männer, die ihre Frauen "Mama" oder "Mutti" nennen. Aber das ist bei weitem nicht seine schlimmste Eigenschaft. Der Mann wirkt berechnend, kaltblütig und menschenverachtend. Und dabei komischerweise gar nicht unsympathisch.

Im ersten Teil ist er gerade vor dem Haus seines Vaters, irgendwo in der tiefsten Provinz, angekommen. Der Alte hat ihm angeboten, mit seiner Familie bei ihm einzuziehen und ihn, wenn nötig, zu pflegen; als Gegenleistung würde der Sohn das Haus und das beträchtliche Vermögen erben. Wir erfahren, dass er hier mit dem Nachbarsbuben Krstic im Tanzcafé Domino auf den Luziprack-Automaten eingedroschen hat (dem Verlierer wurde rektal ein Cevapcici eingeführt). Jetzt lebt er als Vermögensberater in der Stadt und hat zwei Kinder.

Der 15-jährige Sohn Varus ist nach dem Lieblingsfeldherren des Papas


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