Vier Frauen

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

THEATER Minidramen an der Minibar: "Some Girl(s)" von Neil LaBute im Akademietheater.

Wenn sich ein Mann und eine Frau in einem Hotelzimmer treffen, sind normalerweise sexuelle Motive im Spiel. Das Hotelzimmer ist der klassische Schauplatz von geheimen Affären oder spontanen One-Night-Stands. Der Mann aus Neil LaButes "Some Girl(s)" aber hat anderes im Sinn, wenn er in vier verschiedenen (und doch identisch aussehenden) Hotelzimmern vier Frauen empfängt. Irgendwann hat er mit jeder von ihnen mehr oder weniger regelmäßig geschlafen. Jetzt aber will er nur reden. Der Mann, der auf ein recht aktives Sexualleben zurückblicken kann, wird demnächst heiraten und möchte vorher noch seine Vergangenheit ins Reine bringen. Er hat sich in seinen Liebesgeschichten offensichtlich nie sonderlich gentlemanlike benommen - ursprünglich sollte das Stück "Some girls I fucked over" heißen - und möchte sich von seinen wichtigsten Exfreundinnen nun noch schnell die Absolution erteilen lassen.

Wenn überhaupt,

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