Willys Wunderwelten

Stadtleben | Wolfang Paterno | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

STADTMENSCH Joe und Sally, zwei Plastikpinguine, machten Willy Puchner berühmt. Nun veröffentlicht der Fotograf und Autor erstmals eines seiner fantastischen Tagebücher. Porträt eines Vielreisenden, der sich schreibend, zeichnend, kritzelnd und fotografierend über die Kontinente hinwegbewegt.

Willy Puchner sitzt versunken in einem Polstersessel seiner Wohnung, er raucht eine Zigarette. Er kann sehr lange und genüsslich an einer einzelnen Zigarette rauchen. Sein graues Haar ist verstrubbelt, als sei er gerade aufgestanden, er zieht Ernsthaftigkeit gegenüber im Gesicht gefrorener Gutelaunestimmung eindeutig vor. Er ist der Ruhepol, um ihn herum wuchert Puchners Welt ins Fantastische.

Hinter seinem Rücken, im Bücherregal, ist der Schriftzug "Hier wird Beichte gehört" zu lesen; man kann die Schrift mit einem Schalter zum Leuchten bringen. Über Puchners Kopf ragt ein Gamsbockkopf aus der Wand, auf dem Holzbrett, aus dem der Schädel mit den Hörnern in den Raum wächst, ist das Datum


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