WIEDER AM MARKT

Der Weihnachtsflaum

Stadtleben | aus FALTER 44/06 vom 02.11.2006

Weihnachtsstollen war gestern, jetzt hat man Panettone. In der vergangenen Woche wurden die Regale vollgeräumt mit dem aus Mailand stammenden, weihnachtlichen Germteigkuchen, der sich im 19. Jahrhundert in ganz Italien und im späten 20. Jahrhundert auf der ganzen Welt verbreitete. Ursprünglich sah das Rezept vor, den Panettone nicht ganz auszubacken und gegorene statt kandierter Früchte zu verwenden - die EU sah das anders. Sieger eines großen Vergleichstests (A la Carte 5/06) war der ungeheuer saftige Panettone von Erich Kasses aus Thaya im Waldviertel (knapp vor dem Oberlaapanettone, dem Falter-Sieger vor ein paar Jahren), mit drei Tage gegorenem Hefesauerteig gemacht, mit selbst kandierten Arancini und in Wein eingelegten Rosinen. Besser als der aufgeblasene Industrieschrott, der leider meistens aus Italien kommt.

Kasses Panettone, im Schwarzen Kameel, 1., Bognergasse 5


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige