SPORTPLATZ HAKOAH

60.000 Tonnen Schutt

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

Der Sportplatz des jüdischen Sportvereins Hakoah, der von der Stadt Wien vor einigen Jahren an die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) restitutiert worden war und auf dem schon fleißig gebaut wird, war eine Bauschuttdeponie. 60.000 Tonnen Ziegel und ähnliches Baumaterial wurden auf dem Gelände des jüdischen Traditionsvereins, der 1938 "arisiert" worden war, gefunden. "Es handelt sich dabei um Schutt von kriegszerstörten Gebäuden, der bis 1977 dort angesammelt wurde", sagt ein Sprecher von Wohnbaustadtrat Werner Faymann (SPÖ).

Die Kultusgemeinde wurde über diese Verunreinigungen während der Restititutionsverhandlungen von der Stadt nicht informiert. "Vor kurzem ist uns zur Kenntnis gelangt, dass sich die gegenständliche Liegenschaft seit Jahren in einer ,Verdachtsfläche für Altablagerungen' von insgesamt 100.000 Quadratmetern befindet", schrieb der IKG-Präsident Ariel Muzicant kurz nach der Restitution des Geländes an die zuständige Magistratsabteilung für Liegenschaftsmanagement.


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