"Es geht nicht ohne Drill"

Politik | Julia Ortner Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

BILDUNG Günter Haider, Bildungsforscher und besser bekannt als "Mister Pisa", über seine Ambitionen als Unterrichtsminister, die Hausaufgaben einer großen Koalition, die Probleme sogenannter "Risikoschüler" und seine frühere Gitarristenkarriere am katholischen Internat.

Heute wäre seine Bildungsprognose alles andere als berauschend. Der Vater am Bau, die Mutter Verkäuferin - und das auch noch in dem oberösterreichischen Kaff Grein an der Donau. Solche Verhältnisse, also Arbeiterfamilie und aus der Provinz, führen den Nachwuchs selbst im Österreich des Jahres 2006 nur selten an die Uni.

Günter Haider hat es trotzdem geschafft. Der Koordinator der OECD-Bildungsstudie für Österreich, kurz Pisa-Test genannt, wird derzeit sogar als möglicher Unterrichtsminister gehandelt - allerdings nicht vonseiten der ÖVP. Zu oft eckte der Erziehungswissenschaftler und Psychologe von der Uni Salzburg bei den Konservativen an.

Als der heute 54-Jährige vor zwei Jahren die fürs Land desaströse


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