"Hainburg war kälter"

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

UMWELT 22 Jahre nach Hainburg findet erstmals wieder eine Aubesetzung statt. Die Umweltschützer kämpfen gegen den geplanten Tunnel durch den Nationalpark Lobau. Die Renaissance des Naturschutzes?

Um zu den Bohrstellen zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder über den Damm drüber oder da vorne beim Tor durch." Christian Almeder steht vor dem Zaun und zeigt Richtung Süden, wo der Nationalpark Lobau endet. Der 33-jährige Umweltschützer betritt mehrmals am Tag diese Stelle, um nach Bohrfahrzeugen zu spähen. Mit seinem Fahrrad durchkreuzt er das Gelände und bringt seinen wachsamen Kollegen heißen Tee. Etwa siebzig Aktivisten schlagen am 1. November ihre Zelte bei der Lobau auf - und werden gleich in der ersten Nacht vom Schnee überrascht. "Das ist nicht so schlimm, Regen wäre schlimmer", meint Almeder. Er ist gut ausgerüstet, immerhin wartet er schon seit Mittwoch auf die Maschinen der Asfinag. Die Straßenbaugesellschaft will bis 2015 einen Tunnel durch den Nationalpark


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