KUNST KURZ

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

Man muss die Künstlerin Jutta Koether mögen. Schließlich hat sie Spex mitbegründet, den Crossover zur Musik betrieben und sich kunstkritisch versiert gezeigt. Kein Text über Koethers Malerei ohne den Hinweis auf das weite Betätigungsfeld der 48-jährigen Kölnerin. Es ist praktisch unmöglich zuzugeben, dass einem ihre Bilder trotzdem nicht gefallen. In der Aula der Akademie der bildenden Künste (bis 3.12.) wird der Besucher von dem Gemälde "Allein! Allein!" begrüßt, das eine barbusige Frauenfigur inmitten rot-gelber Strahleffekte zeigt. Koethers "bad paintings" glühen expressiv und wirken dennoch märchenhaft. Immer wieder Rückgriffe auf die Kunstgeschichte, etwa in "Eternel Feminine (Hysterisch, Metallisch, Weiblich - nach Cezanne, 2. Version)", wo sie mit einem weiblichen Gruselwesen Cezanne paraphrasiert. Trotz ihres hochindividuellen Zugangs schreibt die Künstlerin die Gleichung "subject = void" in eine ihrer Assemblagen. Koethers Gemälde werden mit Bildern von Silke


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