Mut zur Schönheit

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

MUSIK Seit einem Vierteljahrhundert zählt Gudrun Gut zu den spannendsten Randfiguren im deutschen Pop. Jetzt kommt die Berlinerin als DJ nach Wien.

Gudrun Gut hielt ich damals echt für die modernste Frau auf diesem Planeten", erinnert sich der Berliner Musiker Frieder Butzmann in "Verschwende deine Jugend", Jürgen Teipels Oral History der deutschen Punk-und New-Wave-Ära. "Später habe ich erfahren, dass Blixa Bargeld das auch so sah."

"Damals", das waren die späten Siebziger, und diese in der konventionellen deutschen Popgeschichtsschreibung bestenfalls als Fußnote präsente modernste Frau des Planeten hatte gerade mit der Saxofonistin Beate Bartel den Berliner Szeneklamottenladen Eisengrau eröffnet, wo sie unter anderem selbstgestrickte Männerstrumpfhosen und kanariengelbe Frauenoveralls verkaufte.

Als der besagte Blixa Bargeld dann allerlei Schrott zusammentrug, um mit den Einstürzenden Neubauten eines der wichtigsten Kapitel jener Popepoche zu schreiben, gehörte Gudrun Gut mit


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