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Nordiska Nu Jazz

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

Das wichtigste skandinavische Jazzlabel ist - so wie die wichtigsten österreichischen Verlage - in Deutschland zu Hause: Es handelt sich um die Plattenfirma Act, die nicht zuletzt aufgrund der schwedischen und norwegischen Stars, die sie unter Vertrag hat, zu einem der führenden europäischen Verbreiter improvisierter Musik aufstieg.

Neben dem Esbjörn Svensson Trio und Nils Landgren ist die Sängerin Viktoria Tolstoy, Ururenkelin des rauschebärtigen Schriftstellers, eine der heißesten Trümpfe im Act-Portfolio. Mit ihrer neusten Platte ist die gebürtige Weißrussin, die eigentlich vom Pop herkommt, ein Stück weit zu ihren Wurzeln zurückgekehrt: Das Repertoire von "Pictures of Me" umfasst diesmal einige jazzig und auf Uptempo arrangierte Hits von Stevie Wonder, Peter Gabriel oder Seal, die Tolstoy mit ihrer Lehrbuchpopstimme fast schon zu makellos interpretiert. Bei den Balladen wiederum erhebt der streicherselige Kuscheljazz sein kitschiges Haupt - was dem kommerziellen Erfolg keinen


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