"Bei uns dichtet jeder"

Kultur | Erich Klein Und Klaus Nüchtern / Athen | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

LITERATUR Der Schriftsteller Nikos Papandreou im Gespräch über die Bürde, einer berühmten Polit-Dynastie anzugehören, über Kurt Waldheim und darüber, dass "privat" kein griechisches Wort ist.

Sitzt man mit Nikos Papandreou im Schanigarten eines Athener Cafés, kann man ein ungestörtes Interview gleich vergessen. Immer wieder wird der elegante und gutaussehende Fünfzigjährige von Passanten angesprochen - diesfalls sind es Männer. "Die Männer sprechen mich wegen der Politik an, die Frauen wegen meiner Bücher - es gibt also schon weibliche Eigenschaften, die einen versöhnlich stimmen."

Nikos Papandreou spricht akzentfreies Amerikanisch. Das ist insofern nicht ganz verwunderlich, als er in San Francisco geboren wurde - und zwar als Sohn von Andreas Georgiou Papandreou (1919-1996), dem Gründer der sozialdemokratischen Pasok (sie wird seit 2004 von Nikos' Bruder George geleitet) und ehemaligen Premierminister Griechenlands. Das väterliche Erbe lastet nicht ganz so schwer auf den


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