AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

Dabei zuzuschauen, wie sich ein Fremder in der Fremde danebenbenimmt, kann einerseits - siehe Borat - ja ziemlich lustig sein. Andererseits ist es natürlich auch etwas befremdlich, chinesische Touristen hierzulande rülpsen zu hören. Auf welch peinliche Art und Weise wir selbst uns im Ausland danebenbenehmen, wissen wir ja zumeist nicht, sonst würden wir es vermutlich auch nicht tun. Zum Beispiel in Marokko einfach so Blickkontakt mit dem anderen Geschlecht aufzunehmen, weil das dort nämlich eindeutig zweideutig gedeutet wird. In Neuseeland wiederum ist Kaugummikauen in der Öffentlichkeit verpönt, und in Thailand wiederum schlagen Frauen die Füße besser nicht übereinander. Diese und andere sachdienliche Hinweise finden sich erst im Anhang zu Stephen Arnotts quellenfreiem Sammelsurium "Du sollst nicht Deine Tante aufessen! Kuriose Sitten und Gebräuche aus aller Welt", das im Hauptteil freilich aus einer ziemlich beliebigen Aufzählung seltsamer Riten aus längst vergangenen Zeiten


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