JUNKER

Gut anhalten!

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 45/06 vom 08.11.2006

Ein Junker ist an und für sich ein junger Edelmann. Jung ist auch der gleichnamige Wein, ein Edelmann unter den Weinen ist er eher nicht. Was kein Urteil über den Geschmack sein soll. Ein Urteil kann man sich zumindest über die Marketingstrategie bilden, die hinter dem jungen Wein steckt: 1987 wurde der Steirische Junker erstmals präsentiert, ein Wein gepresst aus den frühen Trauben des Jahres, von dem sich die Qualität des anstehenden Jahrganges ablesen lassen sollte. Eine Trade Mark an sich ohne Tradition. Diese wird aber vom zentralen Marketingutensil bemüht: Der Junkerhut, angelehnt an die Huttracht des im Lande allseits beliebten Erzherzog Johann. Diesen trägt dann auch jährlich der von einer Damenjury gewählte Junkerbua, der laut Veranstaltern "das Herz am rechten Fleck und einen starken Bezug zur Steiermark" hat. Und wahrscheinlich Gusto auf Junkerbrot, Junkerkäse und Junkerschinken. Ganz schön rustikal, aber in Summe eine verkaufstaugliche Gegenoffensive zum italienischen

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